von Peter Hecker (1884 - 1971)

aus der Vatikankirche, Expo Brüssel1958, Sakramentskapelle Buße

Triptychon

Fotos: Max Schulz 2019

Das Triptychon stellt unter den Titel „Buße“ nach der Bibel Bilder dar, die die Motive von Vergebung und Versöhnung variieren. Das Bußsakrament heißt heute oft Sakrament der Versöhnung.
Im Zentrum: Die Heilung des Gelähmten und die Worte Jesu an die Schriftgelehrten, mit ins Bild gesetztem lateinischem Zitat von Matthäus 9,5: Was ist leichter zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Links: Der gute Hirte – nach Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte und Jesu Wort nach Johannes 10,12: Ich bin der gute Hirte. Rechts: Gleichnis vom verlorenen Sohn - nach Lukas 15,11-32; heute oft Gleichnis von der Liebe des Vaters genannt.

Man kann in den Bildern „avantgardistische Individualität in der Erfassung der religiösen Inhalte“ sehen. Immerhin hatte Hecker nicht nur biblische Motive und Heilige gemalt, sondern etwas wie den Tod als Sensenmann auf einem Kriegsbomber sitzend, so auf dem Wandbild einer Kapelle in Arnoldsweiler von 1953.
Als kennzeichnend für viele Arbeiten Heckers werden „ein zeichnerischer flächiger Stil, zunehmend strengere Kompositionsweise und Linienführung, kühnere Rhythmisierung der Flächen, Kraft des Ausdrucks durch Verdichtung der Inhalte, vergeistigter Ausdruck der Figuren in Physiognomie und Gebärde“ genannt, so De Gruyters Allgemeines Künstlerlexikon.

Tryptichon Foto Kardinal Frings

Foto: © Dombauarchiv Köln, A. Wolff/koelner-dom.de

Hecker wurde bekannt durch großflächige expressionistische Wandmalereien vor allem für rheinische Kirchen. So auch im Kölner Dom: Die Gestaltung des Gewölbes auf der Unterseite der Sänger- und Orgelempore im nördlichen Querhaus des Kölner Domes von 1964 zeigt Kardinal Frings mit seiner Geige und erinnert daran, dass der Erzbischof auch selbst Musiker war.                                                                                                                                                      

Das Tryptichon von Hecker in der Duisburger Kulturkirche Liebfrauen ist zur Zeit nicht zugänglich.