von Karl Heinz Türk (1928 – 2001)

04 Abrahams Opfer Foto audrat homepagegro

Foto: Max Schulz 2019

In einem Halbrelief aus blaugrauem Belgisch Granit - im rechten Eingangsbereich, nach innen rechtwinklig anschließend an das Bild der Hauptfassade - vereint Türk mehrere Teile der Erzählung des Alten Testaments über die Erprobung Abrahams durch Gott (1. Mose 22) in einem steinernen Bild:

„Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham dort den Altar, schichtete das Holz auf, band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sagte: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten. Abraham erhob seine Augen, sah hin und siehe, ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen.“ (1. Mose 22, 9-13)

Das Relief ist mit seinem Gegenstück im linken Eingangsbereich, „Vertreibung aus dem Paradies“, und mit dem Bild der Hauptfassade, „Moses im brennenden Dornbusch“, zusammen zu sehen. Es steht dann für den begnadenden Gott, die beiden anderen stehen für den strafenden bzw. für den sich offenbarenden Gott.

Literatur:
Fuchs, Martin [Bearb.]; Türk, Karl. H.: Bildhauer K.H. Türk: Werkbericht, Stuttgart 1988.