Faltwerkwände

Kapitel 3 Faltwerkwaende

Faltung und Ansicht der Nordwand, Foto (Ausschnitt): Christian Diehl

Das „Kronjuwel“ der Liebfrauenkirche, die Faltwerkwände in den Obergaden, werden in der ergänzenden Baubeschreibung von 1959 in schnörkellosem Technikerdeutsch so beschrieben: „Ausführung: 8 mm stk. Plexiglas aus 6 mm Kernmaterial beidseitig mit je 2 Lagen Glasfaser-Rovings verstärkt. Die Faltkanten (Winkel) mit beidseitig 2 Lagen Glasfaserstreifen (Roving) geklebt. Gesamtgewicht rd. 4200 kg (je Wand). C.W. Kopperschmidt & Co (Hamburg), gez. Plattner, J., Nov. 1959“. Das Material stammt von der Firma Röhm & Haas, Darmstadt (heute: Evonik).

K 3 Alterungen

Craquelle Alterssprünge, Nordseite außen, Februar 2018

Die Alterung des Plexiglases ist auf dem Nahfoto unübersehbar. Wie lange dieser glasfaserverstärkte Kunststoff seine Aufgabe erfüllen kann und was zu seiner Pflege und seinem Schutz zu tun wäre, ist noch offen.

K 3 Warmebild

Wärmebild, Nordseite außen, 18.03.2018

Zu den energetischen Eigenschaften der großflächigen Wände gibt es erste Anhaltspunkte: Eine Wärmebildaufnahme zeigt einen hohen Wärmeverlust im Vergleich zur baulichen Umgebung. Die Stahlbeton-Wände halten die Wärme deutlich besser als das Plexiglas-Faltwerk.

Kapitel 3 Vitrine

Ob der langfristige Schutz des Plexiglases und die energetische Ertüchtigung der Oberkirche durch eine vorgesetzte Konstruktion (Vitrine) notwendig und sinnvoll ist, müssen weitere Expertengespräche und Untersuchungen ergeben.